/images/Header/aktuell.jpg

Pressemeldungen

Freitag, 11.11.2016

Mit genialen Köpfen durch die Wand

Sie sind gelernter Buchhalter. Wie kommt man von der Betriebswirtschaft zu IT-Management und Consulting?
Für mich war der Wechsel vom Zahlenschuster zum Steuermann naheliegend. Dass es dabei die IT geworden ist, war reiner Opportunismus. Bereut habe ich das aber nicht. Auch wenn´s abgedroschen klingt, so hat die IT in den 35 Jahren, die ich überblicke, unendlich viel bewegt, bewirkt und ermöglicht. Ich bin überzeugt, wenn Karl Marx heute als Blogger tätig wäre, würde er Grund & Boden weglassen und IT als zentralen Produktionsfaktor beschreiben.'

Wie unterscheidet sich das Management klassischer Unternehmen zur Führung von IT-Unternehmen?
Gar nicht. Wenn sich das Fenster einer Geschäftschance öffnet, sollte auch die IT bereits mit einem Fangnetz davorstehen. Sowas geht nur, wenn die IT akzeptierter Beteiligter des unternehmerischen Change-Managements ist. Im Regelfall steht der IT-Leiter vor vollendeten Tatsachen und die Umrüstzeit seiner betriebsoptimierten Systeme ist länger als das eben genannte Fenster überhaupt offen ist. Erfolgreiche IT Unternehmen hingegen setzen strategische Schwerpunkte.

Gehen harte kaufmännische Fakten und ergebnisorientierte IT zusammen?

Für mich sind eine pragmatische ROI Rechnung sowie Meilensteine bewährte und zugleich praktikable Hausmittel. Warum, weil sich ganz einfach jede Investition rechnen sollte.

Was macht die Arbeit in der IT so spannend?
Die unverwandte Gültigkeit des Mooreschen Gesetzes und die vielen geniale Köpfe, die vor einer Wand nicht haltmachen.

Welche Eigenschaft muss man als IT-Manager mitbringen?
Zunächst tu ich mir schwer mit dem Begriff Manager - da steckt für mich ganz stark der Begriff Sachwalter mit drin. Bei mir steht dagegen die Gestaltung ganz hoch oben im Wertesystem. Mein persönlicher Anspruch ist, abholen wo jeder steht und erkennen, was sie oder ihn bewegt. Im eigenen Unternehmen und noch viel mehr in vertrackten Projektsituationen.

Wie begeistert man IT-Spezialisten und wie motiviert man das Team, die beste Lösung zu finden?
Indem ich einem Spezialisten sage, wie er seine Arbeit zu machen hat und, dass er bei dieser Gelegenheit auch noch das Reporting nicht vergessen darf... (lacht). Nein, der Schlüssel liegt im Verständnis, dass ein Spezialist eben keine Fremdbestimmung braucht, um indem gut zu sein, was ihn oder sie interessiert. Das ist ein Teil der lTdesign DNA.

Wie schaffen Sie da das nötige Vertrauen zwischen Geschäftsführung und IT-Spezialisten?
Durch gegenseitigen Blick hinter die Kulissen: Was sind meine Ängste, was treibt mich an, wo sind meine Stärken.

Sie haben auch über Ländergrenzen hinweg gearbeitet. Was nehmen Sie von diesen internationalen Projekten für den österreichischen Markt mit?
Menschen, die einander vertrauen, machen gute Geschäfte. Ein Lebensmotto von mir lautet daher - Gutes wird durch Kontrolle nicht besser, sondern teurer. ITdesign lebt und profitiert unerhört von dieser Vertrauenskultur.

Welche Beratungsschwerpunkte werden in Zukunft an Gewicht gewinnen und welche verlieren an Bedeutung?

Ich beobachte, dass virtuelle Welten versuchen, der realen immer ebenbürtiger zu werden. Folglich gibt es immer mehr Kontaktpunkte zwischen Technologie und Mensch. IT hört nicht mehr bei Verlassen des Büroarbeitsplatzes auf. Menschen in diesem Kontext zu erreichen und Unternehmen beim strukturierten Wandel zu begleiten, ist unser erklärtes Ziel. Gerne würde ich jetzt sagen, dass Agilität die neue Gründlichkeit ist, aber das wäre falsch. Gerade aus der,,altmodisch, uncoolen" Fähigkeit komplexe IT Projekte auf den Boden zu bringen, rekrutiert sich Anspruch auf und Glaubwürdigkeit für die Zukunft.

Stichwort Zukunft: ITdesign hat Anfang des Jahres den Business Intelligence und Data Warehouse Spezialisten imposult übernommen, was sind die nächsten Schritte?
Ganz hoch oben auf unserer Wunschliste steht die Portfolioerweiterung vom geliebten IT-Problemlöser zum geliebten Problemversteher und -löser. imposult steht für unendlich qualifiziertes Zuhören, akkurates Design und sexy Display. Tatsache ist, dass mit den genannten virtuellen Welten auch die interessanten Daten mehr werden. ITdesign positioniert sich dabei sukzessive als Generalunternehmer von Digitalisierungsprojekten.

Warum haben Sie sich bei der Expansion gerade für ein Unternehmen entschieden, das verstärkt auf Business Intelligence und Data Warehouse setzt?
Weil wir erkennen, dass bei den Kunden die krisenbedingten Compliance-Kontrolleure langsam von den geschäftsintelligenten, unternehmerisch denkenden Kollegen zurückgedrängt werden. Die Erfahrung und Kompetenz der neuen Kollegen unterstürzt direkt die Wertschöpfung des Kunden, Technologien üblicherweise ,,nur" deren Produktivität. Das ist ein feiner Unterschied.

Sie sehen Business Intelligence und Data Warehouse also als entscheidende Erfolgsfaktoren für Unternehmen?
Als analytischer Zahlenmensch habe ich ein Bauchgefühl für die relevanten ITdesign Unternehmensdaten, aber ohne BI und CRM würde ich unendlich viel Zeit den Daten und nicht mit deren Information verbringen. BI ist nach meiner Überzeugung nicht größenabhängig, sondern von der Frage getrieben, wie viel Zeit brauche ich, um die sieben bis zehn wichtigsten Zahlen, Daten, Fakten - kurz die entscheidungsrelevante Information - genau jetzt auszuwerten.

Wie wirken sich die neuen Kompetenzfelder auf ITdesign aus?
Wir haben buchstäblich unseren Horizont erweitert, sowohl im Markt als auch bei uns selbst. Das spannt sich von der Excel-Ablöse im eigenen Finanz- bzw. Projektmanagement, über Bestandskundensynergien bis hin zu völlig neuen Geschäftschancen und Märkten.

Sie forcieren in Ihrer Arbeit den offenen Dialog. Was ist so wichtig am miteinander Reden?
Reden allein nützt gar nichts, mir geht es stets ums gemeinsame Verständnis. Am besten beschreibt's ein Leuchtturm, egal von wo ich losfahre, er weist mir den kürzesten Weg zum Ziel.

Hat Ihnen lhre Zusatzausbildung zum Barkeeper in lhrer Management-Laufbahn schon einmal gute Dienste geleistet?

(Lacht) Ja. Bei so ziemlich jeder Projektabschlussfeier und natürlich beim ITdesign Einstand.

download <%#Eval("LinkText") %> Download Pressemeldung (PDF, 253,6kB)
 
  • Ansprechpartner
  • Direkter Kontakt
 
kraftwerk | Agentur für neue Kommunikation GmbH