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So läuft zum Beispiel ein DevOps-Presales-Termin ab

Frau erklärt einem Mann etwas am Computer

Ich erzähle Ihnen heute davon, wie ein Termin in der Planungsphase aussehen kann, mit dem Ziel, bei einem international tätigen Unternehmen vor Ort das DevOps-Framework zu etablieren.

Die Ausgangssituation

Wir haben folgende Anfrage von unserem Kunden bekommen Zitat: „Wir haben die technische Automatisierung, die für DevOps notwendig ist, bereits gut umgesetzt. Ich habe auf eurer Website gesehen, dass ihr dazu Dienstleistungen anbietet. Gerne würden wir uns mit euch über eine Fertigstellung bzw. Optimierung unterhalten. Viel wichtiger ist mir allerdings die Frage, wie ich die organisatorische Umsetzung schaffe!“.

Wenngleich wir uns sowohl um den technischen als auch den organisatorischen Part bei der Entwicklung einer DevOps-Umsetzung kümmern können, hat sich dieser erste Termin anhand der Anfrage vor allem auf den organisatorischen Teil beschränkt.

Die Herausforderung

Wie bei jedem Projekt dieser Kundengröße haben die handelnden Personen unterschiedliche Bedenken. Der mit der Implementierung der organisatorischen Umsetzung betraute Abteilungsleiter schilderte mir seine Sorgen: Er weiß, dass sich das Management mit dem Thema nicht beschäftigen möchte, da die Führung eine weitere große Umorganisation vermeiden möchte. Der Abteilungsleiter selbst ist ein wenig ratlos, wie er vorgehen soll. Eine typische Situation, in der es wichtig ist, auf die einzelnen Aspekte einzugehen und den Kunden auf partnerschaftlicher Basis an die Hand zu nehmen. Ich habe dann drei, wie es scheint, wertvolle Ansätze liefern können.

1. Ein gemeinsames Verständnis schaffen

Jede der handelnden Personen – auch wenn sie nur Zaungäste bei dem Thema sind – versteht unter dem Begriff „DevOps“ etwas Anderes. Sprich: Der wirklich erste Schritt, wenn es darum gehen soll, eine DevOps-Methode organisatorisch aufzubauen, ist die Herstellung einer gemeinsamen Sichtweise. Das klingt zwar logisch, wird aber gerne vergessen. Ich habe unendlich viele Gespräche erlebt, bei denen alle Beteiligten glaubten, sie sprechen vom Selben. Sehr häufig war das aber nicht der Fall. Erst die Aufforderung, das jeweilige persönliche Bild darzulegen, fördert die Unterschiede zutage. Im konkreten Fall heißt das: Zuerst muss „DevOps“ für das jeweilige Unternehmen im jeweiligen Kontext definiert werden.

2. ITIL oder DevOps?

Die Frage, ob sich für das jeweilige Unternehmen eher ITIL oder DevOps eignet, ist keine Entweder-oder-Frage. Ganz im Gegenteil. Wie auch im Cloud Business führt der Erfolg über das „Und“. Das heißt: Es gibt Services, die besser mit ITIL-Methoden betrieben werden und andere, für die ITIL einfach nicht passend ist. Wie bei jedem Hybrid-Ansatz sind dabei vor allem die Schnittpunkte zwischen ITIL und DevOps interessant. Meine feste Überzeugung ist, dass es bei einer homogenen Service-Architektur, wie etwa bei der Google Applikationsentwicklung, ausreicht, nur einen Ansatz zu verwenden. In gewachsenen Strukturen, die deutlich heterogener sind, wird man die jeweiligen Vorteile von ITIL und DevOps und damit eine Kombination aus beiden Ansätzen benötigen.

3. Es ist nicht zwingend eine organisatorische Änderung notwendig

Beim Zusammenspiel von ITIL und DevOps gilt es vor allem, in Rollen zu denken. Die Zeit, Aufgaben in Stellenausschreibungen zu gießen ist vorbei, die Veränderung in Zeiten der Digitalisierung ist zu rasant. Besser ist es, wie man es im Business eigentlich schon gewohnt sein sollte, in Rollen zu denken. Die Errichtung einer DevOps-Organisation ist schließlich auch ein Personalentwicklungsprojekt. Sprich: Die handelnden Personen – und auch vor allem das Management! – müssen lernen, dass sich ihr Job aus der Erfüllung vieler Rollen zusammensetzt. Wesentlich ist dabei die exakte Definition, welche Rollen es gibt und welche Aufgaben und Verantwortungen die jeweilige Rolle hat. An dieser Stelle hat ITdesign mit der seit über 10 Jahren gelebten Organisationsform sehr gute Erfahrungen gesammelt.

Wie es scheint, haben unsere Ansätze und Überlegungen, die aus organisatorischer Sicht für die Entwicklung einer DevOps-Organisation besonders wichtig sind, unseren Kunden überzeugt, denn: Wir sprechen weiter.

Schließlich ist Erfolg nur möglich, wenn auf einer partnerschaftlichen Basis alle Akteure dasselbe Verständnis vom Thema haben, wenn agil in Rollen gedacht wird und auch, wenn man nicht stur einer Ideologie folgt, sondern die besten Methoden für die Herausforderungen des jeweiligen Projekts auswählt. Und das zeichnet ITdesign seit vielen Jahren aus.

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