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Wie sehr muss mein Unternehmen an der Digitalisierung teilnehmen?

Sie ist nicht nur ein Buzzword im Bullshit-Bingo: Die Digitalisierung ermöglicht bei entsprechender Unternehmenskultur zahlreiche Chancen für neue Produkte, Prozesse oder gar Geschäftsfelder.

Im Rahmen der Digitalisierung tut sich eine neue Art von Projekten auf: Solche, die auch alteingesessenen Unternehmen einen Innovations-Schub ermöglichen. Dafür ist eine Kombination aus neuen Ideen, schlauer Umsetzung und einem kulturellen Wandel im Unternehmen notwendig, der solche Ideen möglich macht.

Hype oder Chance einer Epoche?

“Wir digitalisieren eh immer schon alles!”, hört man häufig, wenn gefragt wird, wie sehr ein Unternehmen dabei ist, an der Digitalisierung aktiv teilzunehmen. Und im Zweifelsfall kann ja ohnehin schnell noch der Digitalisierungsverantwortliche ernannt werden.
Falls Sie diese Rolle schon besetzt haben, gehen Sie bitte zu ihm oder ihr, setzen einen bedeutungsvollen Blick auf und fragen mit ein wenig tieferer Stimme nach: „Was ist Digitalisierung?“. Wenn Sie besonders gemein sein wollen, dann nehmen Sie vorher noch eines der weniger gelungenen Beispiele vorne weg: „Wir schicken Rechnungen ja auch schon als PDF per Mailanhang“, zum Beispiel. Die Antworten werden Sie überraschen, aber wahrscheinlich leider nicht im Positiven.

Wie war das mit der Cloud?

Vor fünf Jahren war das Thema „Cloud“ für die meisten noch ähnlich nebulös. Heute ist das anders: Sie ist angekommen und keiner wird mehr schwitzen, wenn wir fragen, was die Cloud ist – (fast) jede und jeder hat ein Bild, eine Vorstellung und weiß auch um den Nutzen und die Herausforderungen.
Mit der Digitalisierung wird es vermutlich genauso gehen. Eine Erklärung kann zur Zeit also nur eine Annäherung sein. Wenn es Erfolg gebracht hat, wird das Buzzword von heute ein fixer Bestandteil der Realität von morgen sein. Und das ist sehr wahrscheinlich, denn noch nie haben sowohl große IT-Kolosse genauso wie kleine Start-Ups den Wandel und die Entwicklung von Unternehmen so sehr zum Bestandteil ihres Angebots gemacht.
Und wer als alteingesessenes Unternehmen bereit ist, die kulturelle Veränderungsarbeit auf sich zu nehmen, der darf auch die Vorteile genießen, die sonst nur ein Start-Up hat.
Aber die Digitalisierung ist nicht die Cloud: Letztere ist eine Technologie, die viele neue Ideen und Modelle ermöglicht. Digitalisierung ist keine Technologie, sondern ein Vorgang, bei dem Technologien, Innovation und kultureller Wandel verwendet werden, um Nutzen zu stiften. Digitalisierung ist eine Entwicklung. Die Frage ist nicht nur das „Was“, sondern auch das „Wie“. Und beide Seiten sind zu betrachten.

Das „Was“: Ein praktikables Bild

Digitalisierung bedeutet also Veränderung, die Nutzen stiftet. Diesen Nutzen können wir in drei Kategorien clustern:

  1. Ein transformiertes Produkt: Die Produkte werden smarter. Das kann neue Features beinhalten, wie etwa eine neue Funktion für ein Auto, aber auch vorhandene Features besser messbar machen und wiederum neue Optionen, bessere Sicherheit oder Wartung ermöglichen.
  2. Ein transformierter Prozess: Ein Vorgang wird durch den Einsatz neuer Technologien schlauer oder smarter gemacht. Das kann etwa das Update für die neue Funktion im Auto, eine Veränderung im Produktionsprozess oder im Ablauf in der Logistik sein sowie eine Interaktion mit Kunden, Partner und sonstigen Stakeholdern beinhalten. Optimierte Prozesse können somit intern im Unternehmen oder auch extern mit Ihren Kunden erfolgen.
  3. Ein neues Geschäftsmodell: Mit der Digitalisierung werden alle Möglichkeiten geschaffen, den Kunden, Partnern oder sonstigen Stakeholdern einen besonderen Mehrwert zukommen zu lassen, der über den Verkauf des Produktes hinausgeht. Die Digitalisierung kann auch einen ganz neuen Weg schaffen, diesen Mehrwert zu vermitteln. Oder gleich ganz ein neues Geschäftsfeld öffnen.

Ein Beispiel dazu:
Der Hersteller eines Triebwerks stattet sein Produkt so mit Sensoren aus, dass er jederzeit messen kann, wie der Zustand der Maschine ist – entwickelt also ein „transformiertes Produkt“ – und hat dadurch neue Möglichkeiten für die Wartung und Verbesserung der Sicherheit („transformierter Prozess“). Außerdem kann er so seine Triebwerke besser verkaufen, weil sie so einen neuen Mehrwert haben. Er kann seinen Kunden aber auch anbieten, geflogene Meilen zu verrechnen, statt das Triebwerk zu verkaufen. Ein Geschäftsmodell, das für eine ganze Branche neue Möglichkeiten darstellt.

Das „Wie“: Ideen für den digitalen Wandel

Woher kommt nun eine Idee für ein neues Geschäftsfeld, ein Produkt oder Prozess-Optimierungen? Wie soll Ihr Unternehmen einen Nutzen davon haben? Nehmen wir an, eine einzelne Person aus Ihrem Team hat eine Idee: Welche Möglichkeit hat sie, die Idee im Unternehmen zu adressieren? Muss sie ein Start-Up gründen, um die Idee selbst zur Marktreife zu bringen? Oder wird die Idee in der Inbox der Innovationsbeauftragen versenkt, ohne dass jemals Feedback kommt? Es sind steinige Wege, die eine statistisch kleine Lebensdauer oder Erfolgschance haben.
Das Unternehmen braucht das passende Verhalten, damit es Ideen produzieren kann, neue Zugänge möglich macht. Ein Unternehmen, das sich um seine Zukunft aktiv kümmert, hat eine klare Definition der verantwortlichen Rollen und der Personen, die einen Vorschlag bearbeiten. Alleine, dass eine Idee verlässlich und wertschätzend bearbeitet wird, ist eine gute Basis für Mitarbeiter, Ideen auszuformulieren. Dieses „Wie“ nennen wir Kultur.

Die Umsetzung Ihrer Ideen

Gehen wir davon aus, Ihre Idee bedingt eine Reihe von Veränderungen: Ist es eine gute Idee, das Unternehmen aus seinem Schlaf zu wecken, alles neu zu machen und dann wieder einzuschläfern? Sinnvoller erscheint es, das richtige Maß an Veränderung zum Teil des Arbeitsumfelds zu erklären. Das geht nur, wenn es dabei nicht um die Existenz der Mitarbeiter geht, sondern um die Art Ihres Handelns. Mitarbeiter, die immer in Existenzangst leben, werden immer (un)bewusst Veränderung ablehnen und verhindern wollen.
Wie Sie Veränderung zum Bestandteil Ihres Vorgehens machen, ist nicht nur eine Frage der Veränderung in der Aufbau- und Ablauforganisation. Sie muss auf Basis einer Kultur erfolgen, die diese Bereitschaft zum ständigen Wandel ermöglicht. Damit fokussieren wir uns nicht mehr auf die Bedrohung durch Veränderung, sondern auf die Chance im Neuen.
Sie müssen im Unternehmen die Gewissheit vermitteln, dass Mitarbeiter neue Ideen einbringen können und dürfen. Kulturwandel ist nur mit bewusster Veränderung möglich, mit zielbewusstem Handeln, mit klarem Ergebnis. Wenn dies noch mit großartiger Technologie unterstützt wird, nennen wir ihn „digitaler Wandel.“
Auf die Frage, wie Sie den Wandel in Ihrem Unternehmen fördern, gibt es keine Standardantwort. Transformation muss auf das Unternehmen zugeschnitten sein. Ein klares Zielbild, der Wille zur Veränderung, sowie das Einbeziehen aller Beteiligten sind genauso wichtig wie eine gut geplante und sorgfältig durchgeführte Umsetzung, die richtige Kommunikation und ein rauschendes Fest, bei dem man den Erfolg des Change Projekts mit allen ausgiebig feiert.

Die Kombination macht’s!

Meiner Erfahrung nach liegt die Herausforderung der Digitalisierung darin, nicht nur das Projekt, den Prozess oder das Geschäftsmodell zu betrachten, sondern auch die Veränderungen im Unternehmen des Herstellers oder des Kunden, der das kulturelle und organisatorische Umfeld für den Erfolg schafft.
Beides ist für sich nicht wirklich neu, aber in Kombination eine Herausforderung. Für kleine, neue und schnelle Start-Ups ist das Teil des Selbstverständnisses, für existierende Unternehmen mit gewachsener Kultur ist es eine große Aufgabe. Es nutzt nichts, sich Neues herbeizusehnen. Es wird mit den Ressourcen der eigenen Leute und professioneller Hilfe herbeigeführt, in dem man das Umfeld und gute Anreize dafür schafft.
Mein Latein-Professor am Gymnasium hat immer wieder rezitiert: „Schon die Römer haben erkannt: Die meisten neuen Ideen sind eine Kombination von zwei alten Ideen.“. Wir haben heute einen ganz anderen Bildungsstandard, viel bessere Lebensbedingungen und fast täglich völlig neue Technologien: Lassen wir uns diese Chance nicht entgehen!

Mit jahrelanger Erfahrung hilft ITdesign Ihrem Unternehmen, die richtigen Voraussetzungen zu schaffen, um aktiv an der Digitalisierung teilnehmen zu können und das Innovationspotenzial Ihrer Mitarbeiter bestmöglich zu nutzen.

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